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Thomas Emmerich
Pressemitteilungen

KUBICKI-Kolumne: Die Freiheit endet nicht beim politischen Gegner

Der FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki schrieb für Cicero Online folgende Kolumne:

Wo man auch hinschaut: Alle politisch Verantwortlichen betonen den Wert der freiheitlichen Demokratie und wie wichtig es ist, sie zu verteidigen. Dem ist selbstverständlich beizupflichten. Dennoch muss ich feststellen, dass ich, je häufiger ich diesen abstrakten Glaubenssatz höre, desto seltener im politischen Berlin Menschen begegne, die daraus konkrete Ableitungen ziehen – und zwar auch dann, wenn diese nicht der eigenen politischen Opportunität dienen.

Man kann das gut am Bundesparteitag der AfD studieren, der an diesem Wochenende in Erfurt stattfinden soll. Da sind die einen, die meinen, der Demokratie dadurch zu dienen, dass sie den Bundesparteitag verhindern. Ich habe es an dieser Stelle bereits geschrieben und wiederhole es gern: Wer Parteitage verhindert, dient nicht der Demokratie und schützt auch nicht unsere Verfassung. Die Parteien haben – anders, als die AfD oft den Eindruck zu erwecken versucht – eine zentrale Aufgabe in unserem Verfassungsgefüge. Deshalb widmet Artikel 21 unseres Grundgesetzes ihrer Stellung und Verfasstheit in unserem Gemeinwesen einige kurze und prägnante Sätze. Dort heißt es unter anderem, dass ihre innere Ordnung demokratischen Grundsätzen entsprechen muss. Es ist dementsprechend keine PR-Nummer, wenn Parteien Parteitage abhalten, sondern eine verfassungsrechtliche Anforderung.

Nun höre ich diejenigen, die sagen: Aber die AfD ist selbst eine verfassungswidrige Partei und lediglich noch nicht vom Bundesverfassungsgericht verboten worden. Dieses Argument kann in einem Rechtsstaat jedoch schon grundsätzlich nicht gelten, weil Recht nicht auf der Straße, sondern in Gerichtssälen von einer unabhängigen Justiz gesprochen wird. Und ich möchte, dass das auch so bleibt. Deshalb lehne ich jede Aufforderung, die auf eine Verhinderung des Parteitages hinausläuft, entschieden ab.

Dass vor wenigen Tagen in der „taz“ ein Aufruf erschien, in dem ein deutscher Rechtsprofessor gemeinsam mit seiner Co-Autorin erklärt, man müsse den Parteitag verhindern, um die Verfassung zu schützen, finde ich daher äußerst irritierend. Mit Sätzen wie „Die Blockade ist Illegalität im Namen der Legitimität“ ruft man geradezu zur Selbstjustiz auf – und das alles unter dem Vorwand, Staat und Politik hätten „versagt“. Ich finde ebenfalls, dass Staat und Politik häufig versagen. Zum Beispiel am Donnerstag bei der Verkündung der „Reformergebnisse“ aus dem Kanzleramt. Ich halte diese Ergebnisse sogar für gefährlich, weil der Kern unseres demokratischen Gemeinwesens bedroht ist, wenn wir nicht endlich aus der wirtschaftlichen Krise herauskommen. Und trotzdem werde ich die daraus folgenden Steuern und Mehrbelastungen zahlen müssen, sofern sie den Deutschen Bundestag passieren. Was denn sonst? Wer wie Ralf Michaels und Anne Gräfe in der „taz“ argumentiert, hat aus meiner Sicht jedes verfassungsrechtliche Maß verloren. Alle Organisationen, die an diesem Wochenende zu Protesten in Erfurt aufgerufen haben, sind deshalb gut beraten, sich von solchen Tendenzen und insbesondere vom Bündnis „Widersetzen“, das auf eine Verhinderung des Parteitages abzielt, klar abzugrenzen. 

Und vor allem linke Parteien, Gewerkschaften und Kirchen sind mit Friedensappellen zu allen möglichen Themen meist schnell zur Hand. Mein Appell richtet sich heute genau an diese Gruppen: Nutzen Sie Ihre eigenen Veranstaltungen, um die Friedlichkeit Ihres Protestes hervorzuheben. Und vergessen wir niemals: Die Polizistinnen und Polizisten, die an diesem Wochenende ihre Knochen hinhalten müssen, schützen keine politische Richtung, sondern das Recht, das diesen AfD-Parteitag nun einmal ermöglicht und vorsieht.

Es gibt aber noch eine andere Seite: Wer die freiheitlich-demokratische Grundordnung verteidigt, muss auch das Recht auf Protest verteidigen. Die Versammlungsfreiheit gehört zu unseren zentralen Grundrechten. Und selbstverständlich gehört dazu auch das Recht, gegen Parteitage zu demonstrieren. Ich habe am Tag meiner Wahl zum Bundesvorsitzenden der FDP nicht ohne Grund ein Bild der Massenkundgebung am Rande des FDP-Parteitags 1968 in Freiburg geteilt, bei der Ralf Dahrendorf mit dem linken Studentenführer Rudi Dutschke auf einem Lautsprecherwagen debattierte. Es gibt keinen Grund, solche Proteste pauschal zu verurteilen oder als unlauter zu brandmarken, wie es aus der rechten Ecke immer wieder versucht wird.

Und ja: Protest ist nicht dazu da, denjenigen, gegen die er sich richtet, zu gefallen oder ihnen das Leben möglichst leicht zu machen. Es geht schließlich darum, sich möglichst lautstark zu artikulieren oder – um eine abgedroschene Wendung zu benutzen – ein Zeichen zu setzen. Die Grenzlinie wird dabei nicht von einer subjektiv empfundenen Legitimität gezogen, sondern von der objektiven Legalität. Konkret heißt das: Friedlich muss es bleiben, und eine Verhinderung des Parteitages kann nicht das Ziel sein. In diesem Rahmen sind beispielsweise auch Sitzblockaden nicht per se illegal. Genau das hat Marie-Agnes Strack-Zimmermann in dieser Woche im Fernsehen bei „Welt“ erklärt. Woraufhin von mancher Seite hineininterpretiert wurde, sie unterstütze eine vollständige Blockade des Parteitages, obwohl sie ausdrücklich gesagt hat, dass dieser stattfinden muss. Diese böswillige Interpretation zeigt jedoch, dass es auch Menschen gibt, die sich am Recht auf Demonstration ähnlich stören wie andere am Recht darauf, einen Parteitag abzuhalten. Freiheit ist kein exklusives Recht. Sie steht auch dem politischen Gegner zu. 

Wer die freiheitliche Demokratie liebt und verteidigt, erkennt daher beides an – und zwar unabhängig davon, ob man die Inhalte der Parteitage oder der Demonstrationen teilt oder ablehnt. Das ist deutlich unangenehmer, als wohlfeile Sonntagsreden zu halten. Aber Demokratie besteht nicht aus permanenter Selbstbestätigung. Gott sei Dank. Sonst wäre sie auch ziemlich langweilig.

5. Juli 2026/von Thomas Emmerich
https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2026/07/Bildschirmfoto-2026-07-02-um-14.54.19.png 494 496 Thomas Emmerich https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2026/06/Kreisverband-Heidelberg_1-4-3.svg Thomas Emmerich2026-07-05 08:21:522026-07-05 08:21:55KUBICKI-Kolumne: Die Freiheit endet nicht beim politischen Gegner
Thomas Emmerich
Pressemitteilungen

KUBICKI: Klare Kante für den Rechtsstaat

Anlässlich der Debatte um Blockaden des AfD-Bundesparteitags erklärt der FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki:

„Die AfD ist eine völkisch-nationalistische Partei. Ihr Programm aus Abschottung, Ressentiment und Staatsgläubigkeit ist die Antithese zu allem, wofür Liberale stehen. Die Freien Demokraten bekämpfen die AfD – inhaltlich, in den Parlamenten, an jedem Infostand und auf den Podien.

Zugleich gilt: Solange das Bundesverfassungsgericht eine Partei nicht verboten hat, hat sie dieselben Rechte wie jede andere (Art. 21 GG). Dazu gehört das Recht, Parteitage abzuhalten; öffentliche Einrichtungen sind diskriminierungsfrei zu überlassen (§ 5 PartG). Der Bundesparteitag am 4./5. Juli in Erfurt ist rechtmäßig – ob das gefällt oder nicht.

Friedlicher Protest – laut, sichtbar, in Hör- und Sichtweite – ist legitim und gehört zu einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Die FDP steht für die Verteidigung der Versammlungsfreiheit gegen unbotmässige Angriffe. Egal aus welchem Lager. Wer aber einen Parteitag gezielt verhindern will, wer Delegierte blockiert, einschüchtert oder angreift, übt keinen zivilen Ungehorsam aus, sondern begeht Rechtsbruch (§ 21 VersammlG, § 240 StGB) – und macht der AfD das größte Geschenk: die Opferrolle frei Haus.

Der Rechtsstaat beweist sich am Gegner, nicht am Freund. Wer Grundrechte nach Gesinnung verteilt, verteidigt nicht die Demokratie, sondern übernimmt die Methoden ihrer Feinde. Wir erwarten von Stadt und Land, die Durchführung des Parteitags ebenso zu gewährleisten wie das Recht auf friedlichen Protest.

Die AfD wird nicht auf der Straße blockiert – sie wird in der Sache geschlagen.“

3. Juli 2026/von Thomas Emmerich
https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2026/07/Bildschirmfoto-2026-07-02-um-14.54.19.png 494 496 Thomas Emmerich https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2026/06/Kreisverband-Heidelberg_1-4-3.svg Thomas Emmerich2026-07-03 08:59:002026-07-03 08:59:03KUBICKI: Klare Kante für den Rechtsstaat
Thomas Emmerich
Pressemitteilungen

KUBICKI-Kolumne: Der Generalangriff auf die Selbstständigkeit

Der FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki schrieb für Cicero Online folgende Kolumne:

Kennen Sie Selbstständige oder sind Sie vielleicht selbst selbstständig tätig? Dann sind Ihnen womöglich bestimmte Eigenschaften aufgefallen, die viele dieser Menschen teilen – altmodisch und verallgemeinernd gesagt: aus welchem Holz sie geschnitzt sind.

Wie alle hart arbeitenden Menschen tragen auch Selbstständige die Verantwortung für die eigene Existenz und die ihrer Familien. Selbstständige mit Angestellten tragen jedoch nicht nur diese Verantwortung, sondern auch eine Verantwortung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und in gewisser Weise für deren Familien. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten oder in der unsicheren Gründungsphase kann einem das schon den Schlaf rauben. Schlaf, der für Menschen, die in ihrem Berufsleben nie eine 40-Stunden-Woche kannten, eigentlich besonders wichtig wäre.

Und wenn ein Selbstständiger einmal krank wird, kann er sich oft auch nicht einfach krankmelden. Kein gelber Schein kann ihm oder ihr auch nur zeitweise die Verantwortung, die Last und oftmals die akut anstehende Arbeit abnehmen.

Wer all das auf sich nehmen will – und die zusätzlichen staatlichen Belastungen lasse ich an dieser Stelle bewusst noch außen vor –, muss tatsächlich gewisse Eigenschaften mitbringen. Optimismus zum Beispiel und Entschlossenheit. Natürlich auch eine gewisse Risikobereitschaft und vor allem die Freude daran, etwas Eigenes zu schaffen und damit Erfolg zu haben.

Wenn sich dieser Erfolg dann einstellt, hat man sich in Deutschland in weiten Teilen der medialen und politischen Landschaft allerdings endgültig verdächtig gemacht. Das könne ja nicht mit rechten Dingen zugehen, und überhaupt müsse das doch auf dem Rücken anderer Menschen geschehen sein. Dabei ist unternehmerischer Erfolg genau das, was die enorme Last, die Selbstständige auf sich nehmen, überhaupt erst rechtfertigt. Unternehmertum ist die Triebfeder einer sozialen Marktwirtschaft und damit unseres Wohlstands. Wer meint, eine Volkswirtschaft allein mit staatlichen Betrieben organisieren zu können, der sollte noch einmal auf die Bilder der DDR im Moment ihres Untergangs und auf den ruinösen Zustand dieses Teils unseres Landes nach 40 Jahren sozialistischer Diktatur blicken.

Wenn man auf all die Lasten schaut, die bereits aus der Natur der Sache auf der Selbstständigkeit ruhen, müsste ein auf Wohlstand ausgerichtetes Staatswesen geradezu erpicht darauf sein, die zusätzlichen Hürden für Selbstständige so gering wie möglich zu halten. Dass dies nicht der Fall ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Dass trotz dieser Erkenntnis die Belastungen weiter zunehmen, erklärt den dramatischen Politikverdruss, den ich unter vielen Unternehmerinnen und Unternehmern wahrnehme und der derzeit so ausgeprägt ist, wie ich es mir noch vor wenigen Jahren nicht hätte vorstellen können.

Deshalb sind die Pläne der Bundesregierung, Selbstständige in der gesetzlichen Rentenversicherung zwangszuversichern, so grundfalsch, gefährlich und verwerflich. Es ist bereits aus rein rationaler Sicht eine Fehlentscheidung, die finanzielle Last einer Selbstständigkeit staatlicherseits zusätzlich zu erhöhen. Man fragt sich ohnehin, wer sich angesichts der bürokratischen Gemengelage in Deutschland noch freiwillig auf das Wagnis der Selbstständigkeit einlässt, wenn er die Möglichkeit hat, dies auch anderswo zu tun.

Aber auch das dahinterstehende Menschenbild ist kaum zu ertragen. Immer wieder wird kolportiert, Selbstständige würden sich der Solidargemeinschaft entziehen. Dabei sind sie eine tragende Säule dieser Solidargemeinschaft – nicht zuletzt durch ihre Bereitschaft, Risiken einzugehen. Selbstständigkeit bedeutet oft, mit der eigenen Existenz für eine Idee zu haften. Ohne Netz und doppelten Boden. Von dieser Bereitschaft lebt unsere gesamte Konzeption der sozialen Marktwirtschaft. Zum Dank werden Selbstständige beschimpft und nun in die Rentenversicherung gezwungen. 

Es gibt dafür übrigens keine sozialpolitischen Erwägungen, außer der Tatsache, dass das bisherige Rentensystem vor erheblichen finanziellen Problemen steht. Es geht allein ums Abschöpfen, nicht um eine systemische Reform. Damit geht ein Paradigmenwechsel in unserem gesamten Sozialversicherungssystem einher. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis man Selbstständige auch in die Pflege- und Arbeitslosenversicherung zwingt, wenn diese Systeme erst einmal unter genügend finanziellen Druck geraten. Mit welcher Begründung wollte man das verhindern, wenn der Tabubruch in der Rentenversicherung erst einmal vollzogen ist?

Dass das Rentensystem unter Druck steht, hängt auch damit zusammen, dass viele Jahre ungenutzt verstrichen sind, in denen man bereits hätte handeln können. Für die Idee einer Aktienrente, die nun richtigerweise eingeführt werden soll, wurde die FDP jahrelang scharf kritisiert. Vom „Verzocken“ der Altersvorsorge war die Rede, von einer unseriösen und luftigen Idee.

Und jetzt, da das Eis gebrochen scheint, stellt sich der Bundeskanzler vor den BDI und schwärmt davon, dass das Geld für die Aktienrente am deutschen Kapitalmarkt investiert werde und der deutschen Wirtschaft zur Verfügung stehe. Ja, Sie haben richtig gelesen: Der Kanzler will politische Vorgaben dafür machen, wo das Geld der Aktienrente investiert wird. Das Geld, das den Versicherten – und künftig womöglich auch den Selbstständigen – für die Aktienrente abgenommen wird, soll nicht allein mit Blick auf Risikostreuung und Rendite investiert werden, sondern zugleich als Konjunkturprogramm dienen. Das ist wahrlich eine gefährliche Form der Zockerei.

Für die Selbstständigen, die ihre Altersvorsorge bislang entweder selbst über den Kapitalmarkt oder über die berufsständischen Versorgungswerke organisiert haben, ist das besonders bitter. Denn sie tragen die volle Last der Vorsorge selbst – also das, was sich bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern auf Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile verteilt.

Ihnen wird damit die bisherige Möglichkeit genommen, besser für das Alter vorzusorgen, als es Friedrich Merz mit seinen Plänen für sie vorsieht.

Es handelt sich um die zweite große Fehlentscheidung neben der geplanten Zwangsversicherung für Selbstständige. Die dritte große Fehlentscheidung besteht darin, die Aktienrente über Beitragserhöhungen zu finanzieren und damit Arbeit weiter zu verteuern. Das belastet nicht nur die Versicherten, sondern auch die Arbeitgeber.

Die vierte große Fehlentscheidung ist die Abschaffung der Minijobs. Sie wurden als Teil der Sozialstaatsreformen unter Gerhard Schröder eingeführt – dem letzten erfolgreichen Versuch in Deutschland, eine große Reform umzusetzen. Dass ausgerechnet hier das Rad zurückgedreht werden soll, ist bemerkenswert. Arbeitnehmern und Arbeitgebern wird Flexibilität genommen. Die illegale Beschäftigung – insbesondere im haushaltsnahen Bereich – dürfte zunehmen, während die Hürden für die Rückkehr in den regulären Arbeitsmarkt steigen.

All das sind Gründe dafür, dass die schlaflosen Nächte vieler Selbstständiger durch die Vorhaben der Bundesregierung eher mehr als weniger werden. Wir zementieren ein feindseliges Klima gegenüber unternehmerischer Freiheit und Selbstständigkeit. Was als großer Wurf für die Altersvorsorge gedacht war, droht uns wirtschafts- und standortpolitisch weit zurückzuwerfen und muss in dieser Form verhindert werden. 

2. Juli 2026/von Thomas Emmerich
https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2026/07/Bildschirmfoto-2026-07-02-um-14.54.19.png 494 496 Thomas Emmerich https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2026/06/Kreisverband-Heidelberg_1-4-3.svg Thomas Emmerich2026-07-02 15:03:212026-07-02 15:03:24KUBICKI-Kolumne: Der Generalangriff auf die Selbstständigkeit
Thomas Emmerich
Aus den Stadtteilen, Neues aus dem Gemeinderat, Neuigkeiten

Zum Lammerskopf

Die Abstimmung zum Bürgerentscheid war knapp. Mir wäre ein anderes Resultat lieber gewesen: die Grundsatzentscheidung im Gemeinderat treffen und dann das fertig ausgeplante Projekt mit allen Details durch einen Bürgerentscheid entscheiden zu lassen – und diesen gleich mitzubeschließen. Dafür gab es keine Mehrheit. Am Ende haben wir dem Bürgerentscheid zur Grundsatzfrage zugestimmt. Denn ansonsten wäre nach einem Grundsatzbeschluss (ohne Bürgerentscheid) in der nächsten Gemeinderatssitzung mit Sicherheit ein Bürgerbegehren mit genügend Unterschriften zustande gekommen. Dann wäre ja=nein und nein=ja, mit den gleichen Kosten und mehr Verzögerung. Jetzt entscheiden die Bürgerinnen & Bürger – mit allen Informationen aus den letzten Jahren. Tim Nusser

27. April 2026/von Thomas Emmerich
https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2025/10/1-198-scaled.jpg 2161 3840 Thomas Emmerich https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2026/06/Kreisverband-Heidelberg_1-4-3.svg Thomas Emmerich2026-04-27 12:54:352026-04-27 12:56:03Zum Lammerskopf
Thomas Emmerich
Aus den Stadtteilen, Neues aus dem Gemeinderat, Neuigkeiten

Nach der Wahl: Erneuerung und Verantwortung vor Ort

Das Landtagswahlergebnis ist für uns katastrophal. Dass wir den Einzug in den Landtag verpasst haben, zeigt: Wir müssen uns inhaltlich, strategisch und in unserer Ansprache verändern und Vertrauen zurückgewinnen. Dazu gehört auch Selbstkritik im Kleinen. Im Wahlkampf ist es mir nicht immer gelungen, jede Anfrage so zu beantworten, wie es nötig und richtig gewesen wäre. Auch das gehört zur Aufarbeitung dazu. Für mich gilt zugleich: Verantwortung endet nicht am Wahlabend. Mein Fokus liegt jetzt umso stärker auf der Arbeit im Heidelberger Gemeinderat – mit Verlässlichkeit, klaren Prioritäten und vollem Einsatz für unsere Stadt. Tim Nusser

9. März 2026/von Thomas Emmerich
https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2025/10/1-198-scaled.jpg 2161 3840 Thomas Emmerich https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2026/06/Kreisverband-Heidelberg_1-4-3.svg Thomas Emmerich2026-03-09 15:02:352026-03-09 15:02:37Nach der Wahl: Erneuerung und Verantwortung vor Ort
Thomas Emmerich
Neuigkeiten

Ministerin Lydia Hüskens am 31. Januar zu Besuch in Heidelberg

Bei einem Mittagessen gab es einen intensiven Austausch zu folgenden Themen:
  • Abbau von Bürokratie, Regeln und Richtlinien in Deutschland – was wurde in anderen Ländern erreicht und was wäre in Deutschland bei einer Regierungsbeteiligung der FDP sofort umsetzbar?
  • Das zerflederte, unterschiedliche Baurecht der Bundesländer – wie könnte eine Harmonisierung aussehen? 
  • Die unterschiedliche Auslegung des Datenschutzes in den Bundesländern, die, besonders bei länderübergreifenden Projekten, zu Verzögerungen führt. Was wären mögliche Lösungsansätze?
  • Die ständige „Sich-Selbst-Absicherung“ der Behörden, die häufig bei Projekten keine Spielräume läßt. Wie wird das in anderen Ländern z.B. der Schweiz gehandhabt? 
In dem nachfolgenden Treffen im Stadtteilverein Neuenheim hat uns Frau Ministerin Hüskens einen Überblick über die Situation in Sachsen-Anhalt gegeben. 
Dann wurde noch die Digitalisierung in Sachsen-Anhalt angesprochen, die sehr erfolgreich ist. Das Ergebnis der Umsetzung ist:
  • Die Glasfaserabdeckung in Sachsen-Anhalt liegt bei über 70% (im Vergleich: Baden-Württemberg unter der CDU liegt bei ca. 30%)
  • Die Digitalisierung der Verwaltung macht Fortschritte. Wohngeldanträge, Hundesteuer, polizeiliches Führungszeugnis sind nur einige Prozesse die vollständig, landesweit einheitlich, digitalisiert wurden. Einer der Hauptgründe für den Erfolg und Fortschritt ist wohl, dass Frau Ministerin Hüskens den Kommunen das Gefühl gibt, dass sie die kommunale Selbstverwaltung nicht in Frage stellt.
Außerdem geht Frau Hüskens in Ihrer Arbeit die notwendigen Änderungen und Lösungen aus der Sicht der Bürger an. In Aussicht gestellt hat sie, dass die Anzahl der Regierungsebenen (derzeit 4) wohl noch vor der anstehenden Landtagswahl in Sachsenanhalt im September um eine weitere Ebene auf 3 reduziert werden könnte.

3. Februar 2026/von Thomas Emmerich
https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2025/08/csm_Min-Hueskens_bcef323f25.jpg 534 800 Thomas Emmerich https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2026/06/Kreisverband-Heidelberg_1-4-3.svg Thomas Emmerich2026-02-03 15:20:412026-02-03 15:20:43Ministerin Lydia Hüskens am 31. Januar zu Besuch in Heidelberg
Thomas Emmerich
Neuigkeiten

Grundsteuer – Update

Finanzamt muss Verfahrenskosten trotz spätem Gutachten tragen! Sieg für den gesunden Menschenverstand

  • Ein Grundstück wurde für die neue Grundsteuer mit über 600.000 Euro bewertet, obwohl ein erheblicher Teil der Fläche baurechtlich nicht nutzbar war (Grünfläche/Streuobstwiese).
  • Das Finanzamt blieb dennoch beim hohen Wert und verlangte ein Verkehrswertgutachten. Dieses reichte der Eigentümer erst im Klageverfahren ein – mit Erfolg: Der Wert sank auf 355.000 Euro.
  • Obwohl Beweise grundsätzlich frühzeitig vorzulegen sind, auferlegte das Gericht die Kosten dem Finanzamt.
  • Die eingeschränkte Bebaubarkeit war von Anfang an erkennbar, die Kosten des Gutachtens standen in einem vernünftigen Verhältnis zur Steuerersparnis und Eigentümer dürfen nicht aus Kostenscheu von berechtigten Einwendungen abgehalten werden.

Hinweis für Grundstückseigentümer:

Das Urteil stärkt die Position von Grundstückseigentümern bei offensichtlich überhöhten Grundsteuerwerten – insbesondere, wenn das Finanzamt trotz klarer baurechtlicher Vorgaben starr an Bodenrichtwerten festhält. Prüfen Sie Ihren Grundsteuerwert daher genau.

Empfehlung:

Weist Ihr Grundstück Einschränkungen bei der Bebaubarkeit auf, sollten Sie frühzeitig Einspruch einlegen und auf vorhandene Unterlagen (Bebauungsplan, Verträge) verweisen. Ein Gutachten kann sinnvoll sein – und muss nicht automatisch zu Ihrem Kostenrisiko führen. Im Zweifel: fachkundigen Rat einholen und nicht vorschnell eine Überbewertung akzeptieren.

Finanzgericht Baden-Württemberg, Beschluss v. 16.10.2025, 8 K 626/24

Quelle: Haus & Grund, Newsletter Januar 2026

3. Februar 2026/von Thomas Emmerich
https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2025/10/1-148-scaled.jpg 2160 3419 Thomas Emmerich https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2026/06/Kreisverband-Heidelberg_1-4-3.svg Thomas Emmerich2026-02-03 15:14:322026-02-03 15:16:15Grundsteuer – Update
Thomas Emmerich
Pressemitteilungen

Parkraumbewirtschaftung in der Bahnstadt: Nachjustieren statt Überlasten

Die Einführung der Parkraumbewirtschaftung in der Heidelberger Bahnstadt war ein wichtiger Schritt, um den öffentlichen Raum fairer zu ordnen und die Verkehrssituation zu verbessern. Grundlage dafür war auch das Feedback aus der Bürgerschaft. In der praktischen Umsetzung zeigte sich jedoch schnell: Die Regelungen waren zu hart ausgestaltet und haben Anwohnerinnen und Anwohner ebenso wie Gewerbetreibende und deren Beschäftigte spürbar belastet – finanziell wie auch im Alltag.

Zu hohe Gebühren, eine zu kurze erlaubte Parkdauer und eine fehlende soziale Ausgewogenheit führten zu berechtigter Kritik. Für die FDP Heidelberg war klar: Gute Mobilitätspolitik muss praktikabel, verhältnismäßig und sozial verträglich sein. Genau hier haben wir angesetzt.

Auf Initiative unseres Bezirksbeirats Herrn Derkau wurde in der letzten Bezirksbeiratssitzung das Thema offen als Tagesordnungspunkt besprochen. In einem offenen, konstruktiven Austausch mit dem zuständigen Amt für Mobilität konnten die bestehenden Probleme klar benannt und gemeinsam Lösungen erarbeitet werden. Für diesen Dialog und die Bereitschaft, Hinweise aus dem Gremium aufzunehmen, bedanken wir uns ausdrücklich.

Kurzfristige Verbesserungen werden umgesetzt

Als direkte Reaktion auf die vorgebrachten Anliegen werden folgende Maßnahmen kurzfristig umgesetzt:

  • Vergrößerung der Zonenbeschilderung, um die Sichtbarkeit und Verständlichkeit deutlich zu verbessern
  • Einführung der digitalen „Brötchentaste“, um kurze Erledigungen unkompliziert zu ermöglichen
  • Verlängerung des Kurzzeitparktickets von 2 auf 4 Stunden, was insbesondere Anwohnern und deren Besucher sowie dem Einzelhandel und dessen Kundschaft zugutekommt

Diese Anpassungen sind ein wichtiger erster Schritt, um die Parkraumbewirtschaftung alltagstauglicher zu gestalten.

Weitere Anpassungen in der Prüfung

Parallel dazu läuft eine umfassende Evaluation der Parkraumbewirtschaftung in der Bahnstadt. Dabei werden derzeit unter anderem folgende Punkte geprüft:

  • Preisreduzierung beim Monatsticket
  • Einführung eines Abend- bzw. Wochenendtarifs
  • Anpassung der Gebührenstruktur für die Parkdauer von 2–4 Stunden, ohne lineare Kostensteigerung
  • Gebührenbefreiung oder -reduzierung an Sonntagen
  • Verlängerung der Geltungsdauer der Brötchentaste auf eine Stunde

Unser Anspruch als FDP

Die FDP Heidelberg setzt sich konsequent dafür ein, dass Mobilitätskonzepte nicht an der Lebensrealität der Menschen vorbeigehen. Ordnung im öffentlichen Raum darf nicht zur Überforderung für Anwohner, Beschäftigte und Betriebe werden. Dass nun konkrete Verbesserungen umgesetzt und weitere geprüft werden, zeigt: Sachliche Kritik, konstruktiver Dialog und liberale Kommunalpolitik wirken.

Wir bleiben an dem Thema dran – für Heidelberg, das lebendig, erreichbar und fair bleibt.

3. Februar 2026/von Thomas Emmerich
https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2026/02/Bildschirmfoto-2026-02-03-um-14.58.45.png 692 1082 Thomas Emmerich https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2026/06/Kreisverband-Heidelberg_1-4-3.svg Thomas Emmerich2026-02-03 15:09:392026-02-03 15:09:41Parkraumbewirtschaftung in der Bahnstadt: Nachjustieren statt Überlasten
Thomas Emmerich
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BÜTTNER-Interview: Die FDP meint es ernst mit dem Politikwechsel

Die FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner gab der „Schwäbischen Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe) und „schwaebische.de“ das folgende Interview. Die Fragen stellte Robin Halle:

Frage: Frau Büttner, Umfragen sehen die FDP in Baden-Württemberg bei fünf Prozent. Würden Sie darauf wetten, dass Ihre Partei wieder in den Landtag einzieht?

Büttner: Ich bin sicher, dass wir es schaffen. Ganz sicher.

Frage: Dann können Sie ja wetten.

Büttner: Um was denn?

Frage: Das müssen Sie sagen. Es muss aber wehtun, wenn Sie die Wette verlieren.

Büttner: Wehtun? Okay. Ich liebe meine Haare. Ich rasiere mir eine Glatze, wenn wir den Einzug in den Landtag verpassen. Alles weg. Radikal.

Frage: Die Wette gilt?

Büttner: Ja. Aber Sie werden mich niemals mit Glatze erleben. Weil wir sicher in den Landtag einziehen. Wir haben in den vergangenen Jahren von Wahlprognose bis Wahlergebnis immer zugelegt. Unser Spitzenkandidat Uli Rülke beweist jeden Tag, dass es die FDP ernst meint. Wir wollen Regierungsverantwortung übernehmen, um einen echten Politikwechsel in Baden-Württemberg zu gestalten.

Frage: In aktuellen Umfragen rangiert die CDU bei 30 Prozent, die Grünen bei 20. Vieles deutet auf eine schwarz-grün regierte Landesregierung unter der Führung von Manuel Hagel. Wie kommen Sie darauf, dass die FDP Regierungsverantwortung übernehmen könnte?

Büttner: Das Spielfeld ist völlig offen. Die Menschen erkennen, dass die regierenden Parteien in der vergangenen Legislatur nichts maßgeblich geändert haben. Die großen Probleme im Leben der Menschen wurden nicht angegangen. Deshalb vermissen viele die Stimme der Liberalen in der Regierung. Es ist unser Auftrag, diese Unzufriedenheit in Wählerstimmen zu übersetzen und Lösungen zu entwickeln.

Frage: Das beantwortet nicht die Frage nach einer möglichen Regierungsbeteiligung.

Büttner: Doch. Ich bin fest überzeugt, dass wir bis zur Wahl deutlich zulegen. Dann sprechen wir bei der Regierungsbildung über ein Wahlergebnis, nicht über Prognosen.

Frage: Das heißt, Sie schielen in Richtung acht, neun, zehn Prozent?

Büttner: Auf jeden Fall. Ich gehe fest davon aus, dass wir mehr als acht Prozent in Baden-Württemberg holen.

Frage: Das funktioniert nur mit gangbaren Inhalten. Welche Position unterscheidet die FDP in Baden-Württemberg fundamental von der CDU?

Büttner: Konsequenter Bürokratieabbau. Wir haben ein fertiges Konzept in der Schublade. Wir möchten drei Verwaltungsebenen statt fünf. Wir wollen Dinge vereinfachen und verschlanken. Da tut sich die CDU deutlich schwerer. Mit uns in der Regierung können wir die nötige Verwaltungsreform sofort angehen.

Frage: Wo liegt der Hauptunterschied gegenüber den Positionen von Grünen und SPD?

Büttner: In der Bildungspolitik. Wir wollen für wirklich messbare Verbesserungen bei der Bildungsqualität sorgen – und den Lehrermangel, den Investitionsstau und die Gleichmacherei in der Bildungspolitik bekämpfen. Wir wollen junge Menschen bestmöglich für die Zukunft rüsten und ideale Startbedingungen schaffen.

Frage: Mit Verlaub: Das klingt sehr allgemein.

Büttner: Dann gerne konkret: Wir wollen doppelt so viel Geld in Grundschulen investieren wie bisher! Im Leben entscheidet sich sehr früh, wohin der spätere Weg führt. Bildung ist der Schlüssel! Wir werden auch ernsthaft der Frage nachgehen, warum in Baden-Württemberg 2500 Lehrer fehlen, die die Landesregierung scheinbar nicht vermisst. Auf diese wichtige Frage habe ich bis heute keine plausible Antwort bekommen. Das geht einfach nicht! Bei der Frage nach sozialer Gerechtigkeit ist Bildung eine der entscheidenden Stellschrauben, an der aber im Land wie im Bund kaum gedreht wird. Wir haben jedoch keine Probleme, SPDler in die Schranken zu weisen, was sozialpolitische Themen angeht. Das scheint Herrn Merz sehr schwer zu fallen.

Frage: Lassen Sie uns in Baden-Württemberg bleiben. Wenn Sie die Spitzenkandidaten betrachten, Ihren Parteifreund Hans-Ulrich Rülke (FDP) mal ausgenommen. Wem trauen Sie fachlich am ehesten zu, das Land als Ministerpräsident zu führen: Manuel Hagel (CDU), Cem Özdemir (Grüne), Andreas Stoch (SPD), Markus Fronmaier (AfD) oder Kim Sophie Bohnen (Linke)?

Büttner: Herrn Hagel. Er schaut ernsthaft, welche Lösungen zu einem Politikwechsel in Baden-Württemberg führen. Er hat verstanden, dass es diesen Wechsel geben muss. Weil die Menschen unzufrieden sind. Weil die Konjunktur leidet. Weil Baden-Württemberg einfach mehr verdient hat. Für die nötigen Veränderungen braucht es aber die Energie und Ideen der Liberalen.

Frage: Wer wäre für das Amt – aus Ihrer Sicht – am schlechtesten geeignet?

Büttner: Herr Fronmaier. Ich kann bei ihm keine Konzepte erkennen. Offen gesagt: Er motzt nur, statt Dinge ernsthaft verändern zu wollen.

Frage: Sie treten als neue Generalsekretärin ziemlich selbstbewusst auf. Ist das gewollt, nachdem Ihr Vorgänger Marco Buschmann relativ blass blieb?

Büttner: Es geht nicht um mich. Es geht um die Neuausrichtung der FDP als Zukunftspartei für Aufstieg, Wohlstand und Freiheit. Es geht um die zentralen Themen unserer Partei: Steuervereinfachung, Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung, Abbau von Berichtspflichten und Formularen, zukunftsweisende Bildung, die Einführung einer Kapitaldeckung in den Sozialsystemen – dafür steht die neue FDP.

Frage: Der Abbau von Berichtspflichten und Formularen ist doch seit jeher ein Thema der FDP. Was ist neu daran?

Büttner: Die Radikalität in der Umsetzung, wenn wir Regierungsverantwortung in Baden-Württemberg tragen. Herr Rülke hat kürzlich gefragt: Was würde eigentlich passieren, wenn wir den Großteil der Dokumentationspflichten in der Wirtschaft abschaffen? Schauen wir doch mal, was dann passiert. Ich glaube: Das Land würde keinen Schaden nehmen, die Wirtschaft und Bürger könnten aufatmen. Deshalb sage ich: Nicht ständig reden, sondern machen! Das ist unsere Botschaft an Baden-Württemberg: Machen!

Frage: Und wenn es nicht klappt mit dem „Machen“, sehen wir Sie im März mit Glatze …

Büttner: Wie gesagt: Sie erleben mich am Wahlabend strahlend und mit voller Haarpracht. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich in jede Kamera sagen werde: „Von dieser Wahl in Baden-Württemberg geht ein wichtiges Signal nach Deutschland! Die Botschaft der Wählerinnen und Wähler ist eindeutig: Es braucht eine liberale Stimme in der Politik!“ Aber, ja: Falls ich mich täusche, sehen Sie mich im Frühjahr mit einer Glatze. Sie können mich an meinen Taten messen. Ebenso wie meine Partei.

13. Januar 2026/von Thomas Emmerich
https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2025/10/Buettner.png 494 466 Thomas Emmerich https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2026/06/Kreisverband-Heidelberg_1-4-3.svg Thomas Emmerich2026-01-13 12:51:512026-01-13 12:51:52BÜTTNER-Interview: Die FDP meint es ernst mit dem Politikwechsel
Thomas Emmerich
Pressemitteilungen

DÜRR: Erbschaftssteuer ist eine Kampfansage gegen Arbeitsplätze, Aufschwung und Wachstum

Zu den Diskussionen um die Erbschaftssteuer erklärt der FDP-Bundesvorsitzende Christian Dürr:

„In Deutschland müssen sich täglich immer mehr Menschen Sorgen um ihre Jobs machen, und immer mehr Familien sind in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Dass in dieser längsten wirtschaftlichen Schwächephase in der Geschichte der Bundesrepublik sogar noch über Steuererhöhungen und immer mehr Umverteilung diskutiert wird, ist eine Kampfansage gegen Aufschwung und Wachstum.
Einer der letzten Standortvorteile in Deutschland sind die vielen familiengeführten mittelständischen Unternehmen, die von der Bundesregierung ohnehin gerade im Stich gelassen werden.
Die Erbschaftssteuer trifft nicht die Großkonzerne sondern die vielen Familienunternehmen in unserem Land. Anstatt diese noch stärker zu belasten, sollte die Erbschaftssteuer auf in Unternehmen gebundene Werte grundsätzlich hinterfragt werden. Denn dort ist die Erbschaftssteuer faktisch eine Besteuerung von Arbeitsplätzen. In der Realität würde die Besteuerung von Firmenübergaben auf die kommende Generation bedeuten, dass sich der Inhaber verschulden oder Anteile verkaufen muss, um die Steuer zu bezahlen. Beides gefährdet Jobs.
Würde die Koalition genauso engagiert über Entlastungen streiten wie über Steuererhöhungen, wäre vielen Betrieben und Familien bereits geholfen.“

13. Januar 2026/von Thomas Emmerich
https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2025/11/Duerr-Christian.png 488 488 Thomas Emmerich https://fdp-heidelberg.de/wp-content/uploads/2026/06/Kreisverband-Heidelberg_1-4-3.svg Thomas Emmerich2026-01-13 12:44:132026-01-13 12:44:14DÜRR: Erbschaftssteuer ist eine Kampfansage gegen Arbeitsplätze, Aufschwung und Wachstum
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