Parkraumbewirtschaftung in der Bahnstadt: Nachjustieren statt Überlasten
Die Einführung der Parkraumbewirtschaftung in der Heidelberger Bahnstadt war ein wichtiger Schritt, um den öffentlichen Raum fairer zu ordnen und die Verkehrssituation zu verbessern. Grundlage dafür war auch das Feedback aus der Bürgerschaft. In der praktischen Umsetzung zeigte sich jedoch schnell: Die Regelungen waren zu hart ausgestaltet und haben Anwohnerinnen und Anwohner ebenso wie Gewerbetreibende und deren Beschäftigte spürbar belastet – finanziell wie auch im Alltag.
Zu hohe Gebühren, eine zu kurze erlaubte Parkdauer und eine fehlende soziale Ausgewogenheit führten zu berechtigter Kritik. Für die FDP Heidelberg war klar: Gute Mobilitätspolitik muss praktikabel, verhältnismäßig und sozial verträglich sein. Genau hier haben wir angesetzt.
Auf Initiative unseres Bezirksbeirats Herrn Derkau wurde in der letzten Bezirksbeiratssitzung das Thema offen als Tagesordnungspunkt besprochen. In einem offenen, konstruktiven Austausch mit dem zuständigen Amt für Mobilität konnten die bestehenden Probleme klar benannt und gemeinsam Lösungen erarbeitet werden. Für diesen Dialog und die Bereitschaft, Hinweise aus dem Gremium aufzunehmen, bedanken wir uns ausdrücklich.
Kurzfristige Verbesserungen werden umgesetzt
Als direkte Reaktion auf die vorgebrachten Anliegen werden folgende Maßnahmen kurzfristig umgesetzt:
- Vergrößerung der Zonenbeschilderung, um die Sichtbarkeit und Verständlichkeit deutlich zu verbessern
- Einführung der digitalen „Brötchentaste“, um kurze Erledigungen unkompliziert zu ermöglichen
- Verlängerung des Kurzzeitparktickets von 2 auf 4 Stunden, was insbesondere Anwohnern und deren Besucher sowie dem Einzelhandel und dessen Kundschaft zugutekommt
Diese Anpassungen sind ein wichtiger erster Schritt, um die Parkraumbewirtschaftung alltagstauglicher zu gestalten.
Weitere Anpassungen in der Prüfung
Parallel dazu läuft eine umfassende Evaluation der Parkraumbewirtschaftung in der Bahnstadt. Dabei werden derzeit unter anderem folgende Punkte geprüft:
- Preisreduzierung beim Monatsticket
- Einführung eines Abend- bzw. Wochenendtarifs
- Anpassung der Gebührenstruktur für die Parkdauer von 2–4 Stunden, ohne lineare Kostensteigerung
- Gebührenbefreiung oder -reduzierung an Sonntagen
- Verlängerung der Geltungsdauer der Brötchentaste auf eine Stunde
Unser Anspruch als FDP
Die FDP Heidelberg setzt sich konsequent dafür ein, dass Mobilitätskonzepte nicht an der Lebensrealität der Menschen vorbeigehen. Ordnung im öffentlichen Raum darf nicht zur Überforderung für Anwohner, Beschäftigte und Betriebe werden. Dass nun konkrete Verbesserungen umgesetzt und weitere geprüft werden, zeigt: Sachliche Kritik, konstruktiver Dialog und liberale Kommunalpolitik wirken.
Wir bleiben an dem Thema dran – für Heidelberg, das lebendig, erreichbar und fair bleibt.






