28,85 %! Diese Zahl sollte alle Heidelbergerinnen ärgern. Denn sie beschreibt den Anteil an Frauen im Gemeinderat (unter Berücksichtigung der 48 Stadträte und der 4 Bürgermeister). Anders ausgedrückt: Selbst wenn man nur die 48 Stadträte berücksichtigt, beträgt die männliche Dominanz noch 68,75 %. Mädels, das muss besser werden! Daher haben wir bei der Aufstellung unserer Kommunalwahlliste viele Frauen angesprochen. Im Gegensatz zu den potentiellen Kandidaten, die wir ansprachen, erhielten wir von den Kandidatinnen mehr Körbe. Doch in Zeiten, in denen weltweit Freiheit und Demokratie heftiger Gegenwind ins Gesicht weht, sollte man sich politisch engagieren. Und dies beginnt auf der kommunalen Ebene. Also, sollten Sie sich für die Stärkung der liberalen Demokratie engagieren wollen (Sie müssen hierzu kein FDP-Mitglied sein), schicken Sie uns eine Mail oder rufen Sie an. Denn die wenigen freien Plätze, die wir noch haben, würden wir gerne an Kandidatinnen vergeben. Die CDU, die ihre Liste bereits veröffentlicht hat, liegt bei einem Frauenanteil von 29,17 %, das müsste doch zu toppen sein!

Wünscht sich
Ihr Karl Breer

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3 Kommentare
  1. Sarah Berger
    Sarah Berger sagte:

    Was Heidelberger*innen wirklich ärgert ist, dass sie nicht als Frauen angesprochen werden, sondern als “Mädels” also in einer verniedlichenden auch kleinmachenden und wenig wertschätzenden oder wenig respektvollen Form.

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    • Christa
      Christa sagte:

      Stimme zu. Finde das Wort ‚ Mädels‘ ebenfalls herablassend nicht angemessen.
      Übrigens: es gehörte zum Wortschatz für Frauen im dritten Reiches und war in den Jahren zwischen 1950 und 1980 kaum mehr zu hören. Erst in den letzten Jahren ist es wieder in der Sprache aufgetaucht.

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  2. Kris
    Kris sagte:

    Ist mir auch aufgefallen – verstehe auch das Foto in dem Zusammenhang nicht, geht ja nicht um einen Wandertag zur Stimmungsaufhellung. Auch dass die geringe Beteiligung vermeintlich daran liegt, dass die Frauen sich “nicht trauen” wird nicht begründet. Ich möchte diesen gut gemeinten Aufruf hier nicht haarspalterisch kaputtreden. Trotzdem möchte auch ich wie meine Vorkommentatorinnen darauf hinweisen, dass sich hier offensichtlich niemand tiefschürfendere Gedanken zur Problematik gemacht hat.

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